Online Marketing Service

Wie funktioniert Groupon, DailyDeal und Co.

1. Februar 2011
von Gordian Hense

Jeder kennt sie, die Mails von Coupon-Anbietern. Mit sensationellen Angeboten – die kaum einer glauben will. Da gibt es ein Essen, welches sonst 150 CHF kosten würde für 25 CHF oder eine Massage die normal 200 CHF kostet für 50 CHF. Das Geschäft mit den Coupons – auch Gutschein, Rabattschein, Discountcode oder einfach Ermässigungsschein genannt – boomt – zur Zeit. In wieweit die Coupons tatsächlich viel gekauft und genutzt werden ist wenig bekannt. Eines ist jedoch klar – sie erregen Aufmerksamkeit und haben eine grosse Streuwirkung. Für viele Unternehmen ist es eine interessante Werbemöglichkeit, für die Coupon-Verkäufer ein riesiges Geschäft. Groupon Inc., aus Chicago, einer der Marktführer, hat laut letzter Meldungen, die Übernahme durch Google abgelehnt und konnte rund 1 Milliarde Dollar für neue Investitionen aufnehmen. In Kürze wird der Börsengang dieser Firma mit einem Gesamtwert von rund 15 Milliarden Dollar erwartet.

Wie funktioniert der Coupon – Kauf für einen Kunden?

In den meisten Fällen flattert ihnen als erstes eine Email in ihren Posteingang. Meist haben sie sich auf einer Webseite für den Empfang solcher Emails angemeldet, ob bewusst oder nicht. Das Email ist gut aufgemacht und preist ein Produkt oder eine Dienstleistung an, zeigt meist ein Bild dazu und eine Beschreibung sowie die Konditionen. Kern des Emails ist aber immer der Preis. Meist liegt das Angebot weit unter dem normalen Preis des Angebotes. Auch wenn sie es nicht glauben, der Preis ist echt, denn der Verkäufer hat nichts davon wenn er auf solchen Kanälen mit schwachen Angeboten wirbt. Erfahrungen sagen, dass erst bei 70 bis 80 % Preisnachlass ein richtiger Boom einsetzt, ein Kaufrausch der Kunden, der dann auch noch die Mundpropaganda beflügelt. Denn wer erzählt nicht gerne seinen Freunden von dem tollen Schnäppchen, das er gemacht hat.

Wenn man kauft, kauft man einen Gutschein, den man bei dem Verkäufer für den Kauf des Produktes oder die Dienstleistung eintauschen kann. Bezahlen tut man diesen aber an den Coupon-Aussteller, der einen Vertrag mit dem Verkäufer der Produkte oder Dienstleistungen hat. Der Coupon-Aussteller behält einen Teil der Einnahmen ein und überweist dem Verkäufer den Rest, oft erst am Ende des Monats oder der Aktion. Meist liegt die Vereinbarung im Bereich 50 / 50. Der Händler oder Hersteller bekommt also 50 % und der Coupon-Verkäufer z.B. DailyDeal. Je mehr Gutscheine der Coupon-Verkäufer verkauft, desto mehr nimmt es natürlich ein. Das ist ja für beide, Händler und Coupon-Verkäufer, von Vorteil.

Wesentlich für den Kunden sind die Konditionen, die beim Kauf des Gutscheins, z.B. auf DailyDeal, angezeigt werden. Oft wird in den Konditionen der Gutschein auf den Kauf von wenigen Produkten, einem bestimmten Menü, einem bestimmten Zeitraum oder durch andere Regeln eingeschränkt. Dadurch gab es in der Vergangenheit oft Ärger. Kunden haben die Konditionen übersehen und glaubten sie seien übervorteilt worden – wenn sie z.B. ihren Gutschein sechs Monate später einlösen wollten, die Aktion aber bereits abgelaufen war. Man sollte die Konditionen also genau lesen bevor man einen Gutschein auf diese Weise kauft. Meist ist der Gutschein auch nur von einer bestimmten Person eintauschbar, oder ein Käufer darf nur einen Gutschein kaufen und einlösen. Kumulation soll damit verhindert werden. Ziel ist ja, viele neue Kunden zu erreichen. Auch auf das Ablaufdatum sollte man achten. Manche Gutscheine sind nur ein paar Wochen oder an bestimmten Tagen gültig.

Das Angebot für den Kauf der Gutscheine ist meist zeitlich begrenzt. Es läuft oft eine Uhr auf der Webseite ab, die anzeigt wie lange der Kauf der Gutscheine noch möglich ist. Manche Angebot werden auch durch die Anzahl der Gutscheine eingeschränkt.

Kauft ein Kunde einen Gutschein so wird auch angegeben wie er den Gutschein einlösen kann. Online, persönlich im Geschäft oder per Post. Im wesentlichen Kauft der Kunde im Geschäft des Gutscheinherausgebers ein Produkt oder eine Dienstleistung und tauscht den Gutschein bei der Bezahlung ein. Natürlich ist eine direkte Auszahlung des Rabattes nicht möglich – der Gutschein wird immer mit dem Kauf eines Produktes oder einer Dienstleistung verbunden. Für clevere Kunden sicher eine interessante Art an lukrative Dinge zu kommen.

Wie funktioniert der Coupon – Verkauf für den Verkäufer?

Unternehmen schliessen mit den Gutscheinverkäufern (Groupon und Co.) einen Vertrag ab in dem sie die Bedingungen für die Gutscheine festlegen. Dabei drängen die Gutscheinhändler gerne auf grosse Rabatte, weil sie dann mehr Gutscheine verkaufen können und so mehr einnehmen. Das Argument dafür – mehr Kontakte zu gewinnen – zieht fast bei jedem Verkäufer. Letztendlich ist der Verkauf von Gutscheinen über diesen Weg eine gute Form von Online-Werbung, denn alle die keinen Gutschein kaufen, aber das Angebot wahrnehmen sind potentielle zukünftige Konsumenten. Die Gutscheinverkäufer haben oft sehr grosse Email-Empfängerlisten, die sie auch mit jedem lukrativen Angebot erweitern können. Denn wer ein gutes Angebot auf Groupon und Co. sieht, ist natürlich auch interessierter in Zukunft per Email Angebote zu bekommen.

Achtung: Die Kontaktdaten der Käufer landen beim Gutscheinverkäufer – das ist für diese ein zusätzliches Geschäft und der Verkäufer der Produkte muss die Daten später beim Einlösen auf jeden Fall selber erfassen. In dem Vertrag wird ein Tag oder Zeitraum vereinbart an dem das Angebot erscheinen soll. Der Verkäufer muss versichern, dass er das Angebot leisten kann – und dann geht es los.

Couponverkäufer nehmen aber nicht jeden auf. Scheint das Produkt oder die Dienstleistung nicht Zielgruppenorientiert, so wird ein Verkäufer auch gerne mal abgelehnt. Denn schliesslich leben die Couponverkäufer von den Einnahmen von verkauften Gutscheinen – und dass sollen möglichst viele sein. Randgruppen oder Nischen sind da nicht gefragt. Sie sehen das auch an den Angeboten die angezeigt werden. Es sind immer, wie man so schön sagt “Commodities”, die angeboten werden.

Unter Umständen sollte man sich als Verkäufer auf den Tag X richtig einstellen, denn es kann sehr schnell zu einer grossen Zahl an Kunden kommen, die einen Gutschein kaufen und dann auch rasch einlösen wollen. Kann man dann nicht parieren, hat man einen negativen Effekt aus der Aktion. In vielen Foren können sie über solche Geschichten lesen. Zum Beispiel ein Frisiersalon in Berlin, der die Zahl der potentiellen Kunden total unterschätzte und in seinem Geschäft, welches ca. für 10 Kunden ausgelegt war plötzlich 50 stehen hatte. Und das ging über Tage so bis der Inhaber den Landen vorübergehend schliessen musste.

Fazit: Coupon-Verkäufe über das Internet sind etwas für Mainstream-Produkte und Dienstleistungen. Sie können die Reichweite enorm erhöhen und sind in dem Sinne für den Werbekunden eine sinnvolle Alternative.

 

Eine Auswahl an Coupon-Portalen finden Sie hier:

http://groupon.ch,
http://dailydeal.ch,
http://www.ibood.com,
http://www.couponteria.de,
http://www.biodeals.de,
http://www.dealticket.de,
http://www.promozebra.com,
http://www.cooledeals.de,
http://www.deal4.de,
http://www.jumpeco.de,
http://www.1dayfly.com,
http://www.prosiebenproducts.de

Bei Anruf – Google AdWords

28. März 2010
von Gordian Hense

Wussten Sie, dass man über Google AdWords Anzeigen für Mobiltelefone schalten kann, bei denen der Benutzer gleich beim Werbekunden anrufen kann, wenn er auf die Anzeige klickt?

Über Google AdWords kann man nicht nur Anzeigen im Google Suchnetzwerk und im Content – Netzwerk schalten, man kann auch Anzeigen für verschiedene Mobil-Geräte schalten. Bei Mobil-Geräten mit Handyfunktion kann man in die Werbeanzeige eine Telefonnummer einfügen. Klickt der Benutzer des Mobil-Gerätes auf eine solche Anzeige kann er entscheiden ob er gleich die angegebene Nummer wählen will oder nur lieber die Webseite aufrufen will.

Diese Funktion wird Click-to-Call genannt:

http://adwords-de.blogspot.com/2010/02/moglichkeiten-der-mobilen.html

Internet Werbung – wie geht das? Viel wird darüber geschrieben und geredet. Leider wird dieses Thema oft nicht “einfach” erklärt. Deshalb möchte ich hier einen Versuch starten, dem es auch Neulingen im Internet ermöglicht, zu verstehen was es damit auf sich hat und wie Internet Werbung funktioniert.

Webseiten auf denen Werbung gezeigt wird

Im Internet existieren unzählige Webseiten zu verschiedenen Inhalten. Eine Webseite ist zum Beispiel diese hier, die unter dem Domain-Namen “www.gh-consulting.net” aufgerufen werden kann. Die meisten Webseiten haben Unterseiten die weitere Informationen (z.B. “www.gh-consulting.net/leistungen/”) bereit halten.

Viele Webseiten-Betreiber stellen auf ihren Seiten Platz für Anzeigen zur Verfügung, auf denen andere Unternehmen Werbung einblenden können (wir hier nicht). Das sind dann oft Bilder – oder Textbanner am rechten oder linken Seitenrand oder oberhalb oder unterhalb des eigentlichen Textes die auf ein Produkt oder eine Dienstleistung aufmerksam machen. Diese Anzeigen sind meist verlinkt, so dass der Besucher, klickt er auf die Anzeige, auf einer anderen Webseite landet, natürlich auf der, für die auf der Anzeige geworben wurde.

So gesehen, existiert eine unendlich grosse Werbefläche im Internet, die nach Kategorie, Geschmack oder Zielgruppen auswählbar ist. Weiter lesen »

Die Logik von AdWords vs. Google Suche

20. Oktober 2009
von Gordian Hense

Der Marktführer bei Suchmaschinen und Performance Marketing im Internet ist eindeutig Google. Gleichzeitig macht Google sich durch seine eigene Suchmaschine Konkurrenz, obwohl die Suchmaschine auch wieder Werbefläche für das eigene Performance Marketing ist. So hängen Google AdWords, Google Suche aber auch Google AdSense direkt miteinander in einem wirtschaftlichen Verhältnis fest.

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Zanox erkennt die Zeichen der Zeit

22. September 2008
von Gordian Hense

Zanox

Schon lange besteht ein Ungleichgewicht in der Online – Vermarktung zwischen Werbekunden – Agenturen und Publishern. Einer sehr grossen Zahl an Publishern (Webseitenbetreibern), die mit ihrer Webseite Geld verdienen wollen, steht eine vergleichbar geringe Zahl an Werbekunden gegenüber. Dazwischen vermitteln sehr wenige Agenturen.

Nach der betriebswirtschaftlichen Maxime “Angebot und Nachfrage regelt den Preis” heisst dass, das die Werbepreise niedrig und die einzelnen Vermittlungsprovisionen hoch sind. Durch die hohe Anzahl an Publishern sind aber auch die “Rüstkosten” also die Kosten für jeden Publisher in Summe für den Vermittler höher.

Dadurch kann man sagen, es lohnt sich für Vermittler, wenn sie weniger aber grosse Publisher mit vielen Besuchern haben, die ausreichend Geld verdienen um das Programm attraktiv zu halten. Gleichzeitig müssen sie ständig nach neuen lukrativen Publishern Ausschau halten und diese anziehen. Die wenigen grossen, die heute vorhanden sind, reichen dazu aber nicht aus. Die Breite sorgt ja für Reichweite. Ausserdem ist wieder ein Trend in Richtung “Branding”, also Bezahlung pro View zu verzeichnen, da selbst die grossen Publisher nicht mehr gewillt sind, sich durch ”Pefromance – Orientierte” Kampagnen zu finanzieren. Und diese Entwicklung ist natürlich Gift für Unternehmen die ”Pefromance – Orientiert” aufgestellt sind. Weiter lesen »