Verlinkung, Links, Linkhäufigkeit, Outbound, Inbound … ?


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In der Internet-Suchmaschinenwelt spiel die Verlinkung von Seiten eine enorme Rolle. Ein ganz wesentlicher Vorteil des Internet war von Anfang an die Verlinkung von relevanten Themen. Schon im ersten HTML - Protokoll, von Tim Berners-Lee am CERN in Genf entwickelt, war es möglich im Text Verlinkungen zu anderen weiterführenden Erklärungen zu machen. Aus der Annahme heraus, dass verlinkte Texte einen Zusammenhang, also eine Relevanz haben, hat Larry Page, ein Gründer der Suchmaschine Google den Algorithmus für den sogenannten PageRank entwickelt. Der PageRank gibt einen Faktor an der die Beziehung einer Seite zu den mit ihr verlinkten Seiten beschreibt. Basis ist der Gedanke, dass jede Seite einen Wert hat und dementsprechend einen proportionalen Wert an die verlinkte Seite weiter gibt. Wenn also Seiten mit einem hohen PageRank mit anderen Seiten verlinkt werden geben sie einen proportional höheren Wert an die andere Seite ab, als eine Seite mit einem niedrigeren PageRank. Der PageRank geht von 0 (Null) bis 10 (Zehn), wobei 10 der grösste PageRank ist. Zwischen diesen Zahlen gibt es Millionen von Abstufungen, jedoch wird der PageRank immer als ganze Zahl angegeben, bzw. z.B. 2/10. Eine Webseite mit einem hohen PageRank wird eher auf den oberen Plätzen in den Suchergebnissen auf Suchmaschinen angezeigt.
Man unterscheidet Verlinkungen nach Inbound und Outbound - Links. Also Links die von anderen Domains kommen oder zu anderen Domains gehen. Dabei gibt es auch ein Verhältnisbegriff, das “Intrnal/External Ratio”, das das Verhältnis von Indbound zu Outbound Links angibt. Diese Werte fliessen heute auch in die Bewertung von Webseiten mit ein. Eingeschränkt wird dieser Wert aber auch noch durch die IP-Adresse die zu der Domain gehört. Da man davon ausgeht, dass Domains, die auf ein und dem selben Server, unter der gleichen IP-Adresse zu erreichen sind, keine grosse Aussage über die Qualität der Verlinkung machen kann, wertet man diese Verlinkungen schwächer. Ob der Faktor, dass es sich um einen “Shared Host” handelt dabei eine Rolle spielt, ist nicht ganz klar. Auf jeden Fall sind Verlinkungen von Domains mit eigener IP-Adresse zu anderen Domains höher bewertet, als Domains von “Shared IP-Adressen”.

Die interne Verlinkung einer Webseite zu seinen eigenen Seiten ist auch ein wichtiger Faktor für die Berechnung des PageRank. Seiten einer Webseite, die eine schlechte interne Verlinkung haben werden in den Suchergebnissen nicht so häufig und auch nicht so weit oben in den Suchergebnissen angezeigt.

Die ganze Beurteilung von Webseiten durch ihre Verlinkung hat auch seine Nachteile.

  • Personen oder Unternehmen mit viel Geld können sich die Verlinkung von anderen Seiten kaufen und auch ohne guten Inhalt eine hohe Position in den Suchergebnissen erreichen.
  • Auch wenn die Qualität der Inhalte der Seiten gegen Null geht, kann ein Betreiber über ausdauernde Verlinkung mit anderen Seiten eine hohe Position erreichen.
  • Die Bewertung ist subjektiv, weil eine grosse Teilmenge an Internetusern diese durch die Verlinkung beeinflussen kann. Was eine kleine, aber aktive Gruppe gut oder schlecht findet wird dementsprechend bewertet. Berühmtes Beispiel war die Seite des “Weissen Hauses” in den USA. Durch Verlinkungen haben es einige Tausend Internetuser geschafft, dass bei der Suche auf Google nach “Error” (zu Deutsch Fehler) immer die Webseite des “Weissen Hauses” an oberster Stelle gezeigt wurde.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Verlinkung von Webseiten ist die Benennung des Links. Wenn im Text des Links “Auto” steht und der Link auf eine Webseite mit dem Thema “Auto” verlinkt, dann wird dieser Link als gut und positiv bewertet bzw. wird er in den Index aufgenommen. Weichen die Themen (Worthäufigkeit gleicher Wörter) stark voneinander ab, so wird der Link als schlecht oder negativ bewertet. Diese Bewertung fliesst in die Bewertung der verlinkten Seite ein.

Grundsätzlich sind diese Regeln Erfahrungswerte aus zig Jahren Internetarbeit. Sie betreffen auch hauptsächlich die Suchmaschine “Google”. Andere Suchmaschinen haben, oder können andere Regeln haben um Webseiten zu beurteilen. Man sollte diese Dinge also nicht als oberste Regeln ansehen, sondern als Leitlinien für die Optimierung einer Webseite. Schlussendlich soll ja die Webseite für die Besucher gemacht werden und nicht für die Suchmaschine. Wobei es mittlerweile fast so scheint, dass eine Webseite mit sehr gutem Inhalt keine Chance mehr hat weit oben in den Suchergebnissen zu landen, ohne optimiert worden zu sein.

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