Online Marketing Service

Wer einen Online-Shop hat muss Kundschaft bekommen. Das World Wide Web ist riesig gross und unbekannte Seiten haben kaum eine Chance gefunden zu werden, ausser durch Zufall natürlich. Im professionellen Online Marketing gibt es für solche Fälle einige gute Tools und Möglichkeiten. Eine ist natürlich auch die der Affiliate – Vermarktung. Auf Deutsch Partnerprogramm – Vermarktung. Wenn man einen Online – Shop hat, kann man andere Webseiten-Betreiber dazu überreden für die eigene Sache Werbung zu machen, natürlich mit dem Anreiz die Webseiten-Betreiber am Umsatz zu beteiligen, der über die Banner auf Ihrer Seite erzielt wird.

Soweit die Theorie. Wenn man diesen Gedanken aber umsetzen möchte, scheitern viele schon daran welches System sie wofür benutzen wollen. Es herrscht oft totale Ratlosigkeit bis Unkenntnis bei Projektverantwortlichen darüber was es gibt, wie es geht und was es bringt. Ein Affiliate – System bietet meist die Möglichkeit Banner und Textwerbung zu verwalten, den Code mit einer Affiliate-Kennzeichnung zu versehen, die Zuordnung zu den Affiliates (sprich Partnern) zu arangieren und auf Produkte im eigenen Shop zu verlinken.

In den letzten Jahren haben sich einige Dienstleister entwickelt, die diese Technik zur Verfügung stellen. Also eine Software, einen Server bzw. Accounts zum anmelden anbieten, damit ein Werbetreibender ein Affiliate nutzen kann ohne sich in die Tiefen der Technik zu begeben. Diese Dienstleister verlangen aber meist eine Provision von der Provision des Affiliates. Ganz konkret z.B. 30 % von der Provision die ein Affiliate bekommt.

Ein Beispiel:

Der online-shop-für-brillen.de verkauft Brillen über das Internet. Weil er seine Werbefläche vergrössern und breiter Besucher erreichen will, möchte er ein Affiliate-System aufbauen. Er ist bereit für jeden vermittelten Auftrag in seinem Online-Shop 10 % vom Kaufpreis zu zahlen. Also sucht er sich ein Affiliate – System bei dem er das machen kann, richtet sich einen Account ein und wirbt um Partner.

Die Webseite Augenauf.de veröffentlicht Artikel über Augen und das Sehen und hat viele Besucher. Die Webseiten-Betreiber der Seite möchten gerne etwas Geld verdienen, weil sie ja viel Arbeit in die Seite stecken. Also kommen Sie auf die Idee von einem Affiliate – System Banner auf Ihrer Webseite einzubauen. Damit sie eine Provision bekommen, wenn jemand darüber in einem Shop etwas kauft. Sie richten sich als Publisher einen Account bei dem oben genannten Affiliate – System ein. Dabei stossen sie auf die Banner von dem online-shop-für-brillen.de und finden das Angebot interessant. Sie finden es gut wenn sie für jeden vermittelten Auftrag 10 % vom Kaufpreis bekommen. Kosten doch Brille schon oft ein paar hundert Euro / CHF.

Das Affiliate – System will für seine Leistung 30 % von der Provision des werbetreibenden Affiliates, welches 10 % vom Kaufpreis bekommt. Angenommen eine Brille kostet 200 Euro, und sie wird über einen Klick auf ein Banner der oben genannten Seite gekauft. Dann bekommt das werbetreibenden Affiliate (Augenauf.de) 10 % von den 200 Euro, also 20 Euro. Das Affiliate – System will 30 % von den 20 Euro, also 6 Euro, somit muss der Händler (online-shop-für-brillen.de) 26 Euro dafür bezahlen, dass er eine Brille im Wert von 200 Euro über diesen Weg verkauft hat. Die Prozente und Werte sind hier natürlich nur beispielhaft, liegen aber im Bereich des möglichen.

Nach dieser Berechnung müsste so mancher Händler auf die Idee kommen und sagen, ach die 6 Euro hätte ich mir doch gerne gespart, ich baue mir ein eigenes Affiliate – System auf und betreue die werbetreibenden Affiliates selber. Bis vor einiger Zeit war das schwer zu realisieren, da die Software für die Verwaltung der Auslieferung der Banner und der werbetreibenden Affiliates recht teuer war.

WordPress Affiliate Software

Nun hat aber tipsandtricks-hq.com eine passende Ergänzung zu seinem WordPress PlugIn “WordPress eStore” heraus gebracht. Das “WP eStore Affiliate Platform Plugin”. Mit diesem Plugin kann man den WordPress eStore um ein Affiliate – System ergänzen und dieses selber betreiben. Man kann sich also die Provision von der Provision über ein Affiliate – System sparen, wenn man dieses Plugin einsetzt. Für 39.95 USD bekommt man so ein volles und umfangreiches Affiliate – System in die Hände und kann es in WordPress nutzen.

Das Plugin bietet neben dem Shop eine gross Vielzahl an Möglichkeiten. Affiliates bekommen über PayPal ihre Auszahlungen. Man kann verschiedene Währungen verwenden, die Sprache für den Shop bzw. das System einstellen oder die Dauer des Cookie-Codes definieren. Sogar ein “2 Tier” – Modell ist möglich, also das ein Affiliate Provisionen bekommt, wenn es ein weiteres Affiliate geworben hat.

Im Bereich “Manage Ads” können Links und Banner für die Affiliates angelegt werden, die sie in ihre Seiten oder Emails einbauen können. Weiterhin stehen diverse Statistikfunktionen und Auswertungen bzw. Bearbeitungsmöglichkeiten zur Verfügung. So kann man die Klick-Troughs einsehen, die Leads bearbeiten oder die Bezahlung starten.

Ich finde ein rundrum gelungenes PlugIn als Ergänzung zu dem bereits gut befundenen PlugIn “WordPress eStore“.

Soziale Netze 2.0 oder was kommt?

14. Mai 2010
von Gordian Hense

Facebook, Twitter, Plaxo und Co. sind die aktuellen Trends im Internet. Im März hatten die Userzahlen von Facebook in den USA, die der Suchseite von Google übertroffen. Das Austauschen von Oberflächlichkeiten ist anscheinend der Mega-Trend im Internet. Noch sind daraus keine “wirklichen” Geschäftsideen entstanden. Also wohin geht die Reise?

Derzeit gibt es eine Diskussion über die Privatsphäre in Facebook. Stowe Boyd glaubt “viele verlassen Facebook” deswegen. Egal was passiert, dann wird es ein Facebook 2.0 geben und die User posten was das Zeug hält. Antrieb ist der einfache Gedankenaustausch, Kontakte halten wollen und der Glaube, dass Google all die Backlinks zählt. Ich wurde kürzlich gefragt, was ich von der Entwicklung halte und wie es wohl weiter gehen wird.

Nimmt man die derzeitige Situation auf, so muss man sagen es gibt zwei Strömungen. Die erste wurde durch das iPad eingeleitet. Die Zukunft der Mobil-Devices. Hier wird es eine Fülle an Apps geben, die mit kleinen Beträgen zu grossem Umsatz führen werden. Die zweite Strömung sind die sozialen Netze wie Facebook und Co. wenn in ihnen erst einmal Geschäftsideen verwirklicht werden, geht dort die Post ab. Dagegen sind die jetzigen Userzahlen wohl lachhaft. In Facebook gibt es zwar schon Apps – bisher sind aber noch keine “killer-apps” dabei. Vielleicht muss es erst ein Facebook 2.0 geben, mit grösserer Spezialisierung, bis das passiert. Eines ist klar: Das wird kommen – und dann gehen diese sozialen Netze ab wie Nachbars Katze, wenn man ihr auf den Schwanz tritt. Kaufen und Verkaufen – davon lebt der Erfolg. Ein eBay auf Twitter, bei dem jeder seinen Senf zum Gebot abgeben darf, oder ähnlich. Ein Amazon – Marketplace in Facebook, bei dem jeder Nachrichten zu Artikel posten darf. Vieles ist denkbar, aber noch nicht da. Es riecht aber förmlich in der Luft danach.

Erfolgsratgeber Neukundengewinnung

13. Mai 2010
von Gordian Hense

Wer mit seinem Unternehmen erfolgreich sein will muss laufend neue Kunden hinzugewinnen – aber wie?

Der „Erfolgsratgeber Neukundengewinnung“ gibt verständlich, umfassend und praxisnah Antworten auf diese Frage. Ob Ein-Mann-Betrieb, Mittelständler oder Großunternehmen, in diesem Ratgeber findet jeder Unternehmer oder Marketing-Verantwortliche passende Konzepte und Maßnahmen, um sein Marketingbudget gewinnbringend für eine erfolgreiche Neukundengewinnung einzusetzen.


Der erste Teil des Ratgebers ist dem Offline-Marketing gewidmet: In diesem Bereich führt für eine erfolgreiche Neukundengewinnung kein Weg am Direktmarketing vorbei. Das Werbemailing gehört nach wie vor zu den effektivsten Wegen, um neue Kunden und Interessenten anzusprechen. Der „Erfolgsratgeber Neukundengewinnung“ zeigt auf, wie dieses Instrument effizient eingesetzt werden kann.

Der zweite Teil des Buches steht im Zeichen des Online-Marketing. Dabei führt der Ratgeber seine Leser von den Grundlagen – allen voran der Online-Präsenz eines Unternehmens – bis hin zu den aktuellen Trends im Social Media- oder Mobile- Marketing – immer mit Blick auf die Chancen, die diese Maßnahmen für die Ansprache neuer Kunden bieten.

Praxisnah, konkret und anhand vieler Beispiele vermittelt das Buch seinen Lesern das Wissen, das sie brauchen, um online wie offline erfolgreich Neukunden gewinnen zu können.

Begriffe für die emotionale Ansprache

8. März 2010
von Gordian Hense

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit der Intelligenz unserer Gene bzw. des Instinkts. In Millionen Jahren haben die Menschen nicht bewusst gedacht, sondern gezielt gehandelt. Einfach aus der Erfahrung gelernt, von Eltern und Geschwistern oder Stammesmitgliedern aufgesogen. Der Mensch hätte sich nicht behauptet, wenn diese “feste programmierten” Erfahrungen nicht über Millionen Jahre von der einen auf die andere Generation übergeben worden wären. Obwohl wir heute so tun, als seien wir “sachlich” gesteuert. “Geiz ist Geil” – der Fernseher kostet nur xy. Irrtum, Forschungen haben ergeben, dass der Mensch, bei den meisten Entscheidungen, nach wie vor zu einem grossen Teil auf seine Millionen Jahre alte Erfahrung zurück greift. Erst recht, wenn seine Emotionalität angesprochen wird. Weiter lesen »

Viele KMU’s stehen aktuell und in naher Zukunft vor der Frage, welche Online-Shopping-Software sie für die Ergänzung ihres Einzelhandel- oder Grosshandelbusiness verwenden sollen. Bei dieser Entscheidung können viele Fehler gemacht und somit Geld und Zeit verschwendet werden. Ganz abzusehen von der nervlichen Belastung.

Wir haben schon viele Online-Shopping-Lösungen in den letzten zwanzig Jahren installiert und betreut. Zu Ihrer Unterstützung geben wir Ihnen hier gerne 10 Killerkriterien an die Hand um vor den bösesten Überraschungen gefeit zu sein.

Sollten Sie eine Online-Shopping-Software empfohlen bekommen oder selber gefunden haben, ist die Überprüfung folgender Kriterien eine gute Prüfung für die richtige Auswahl. Im Zweifelsfall lassen Sie sich aber bitte von “mehreren” unabhängigen Profis dazu beraten. Machen Sie auf keinen Fall Schnellschüsse oder lassen sich von versprochenen Eigenschaften täuschen.

1. Positive und negative Aussagen der Konkurrenz und kritischer User

Recherchieren Sie im Internet nach Informationen zu der gewünschten Software. Suchen Sie gezielt nach negativen Aussagen dazu, auch von der Konkurrenz. Suchen Sie Foren und Diskussionsseiten um dort nach Erfahrungen anderer Benutzer zu suchen. Diskutieren Sie mit kritischen Usern über die Software. Stellen Sie fest ob die kritischen Äusserungen nur emotional oder mit Fakten hinterlegt sind. Achtung, wenn Sie keine kritischen Äusserungen finden, kann das auch bedeuten, das der Hersteller das Internet davon säubert oder sogar entsprechend kritische User abstraft. Wenn das Verhältnis zwischen positiven und negativen Aussagen ca. 80 / 20 beträgt – ist das ein gutes Zeichen. Eine fehlerlose Software gibt es heute kaum noch. Wenn aber unter den 20 % negativen Aussagen, mehrere Totschlagkriterien sind, überdenken Sie die Auswahl auf jeden Fall.

2. Grösse und weltweite Ausdehnung der Betreuer, Supporter und Entwickler

Wenn Sie bei Ihren Recherchen merken, dass die Software nicht international (min. USA und Europa) auch von unabhängigen Unternehmen und Betreuern unterstützt wird, vergessen Sie die Software. Die meiste heute eingesetzte Online-Shopping-Software wird von international, allen möglichen Menschen unterstützt und ist nicht an ein Unternehmen gebunden. Wenn möglichst weltweit Berater, Hosting-Provider, Plugin-Entwickler, Supporter aktiv und aktuell an der Software mitwirken ist das ein gutes Zeichen. Im umgekehrten Fall ein sehr schlechtes. Das ist ganz entscheidend. Ein einzelnes Unternehmen kann schnell aufgelöst werden und Ihre Investition ist dahin. Eine weltweite Bewegung aber wird immer am Leben erhalten werden und damit auch die Unterstützung für Sie. Achten Sie bei Ihren Recherchen auch darauf wie der Support stattfindet. Dauern Antworten Wochen oder Monate, vergessen Sie diese Lösung. Auch wenn es bekannt ist, dass der Support bestimmte Kunden bevorzugt und anderen “à la Bummelstreik” antwortet, vergessen sie diese Lösung. Ob das nun an der Belastung liegt oder an anderen Gründen ist egal. Ihnen nutzt keine “schlechte” Antwort nach Wochen.

3. Offene Standards der Softwarebasis

Software die mit exotischen Programmiersprachen entwickelt wurde ist eine schlechte Wahl, da sie bei Entwicklern und Programmierern keine grosse Auswahl haben und Ihr Projekt darunter leiden bis scheitern kann. Auch die Verschlüsselung oder eine geschützte Compilierung des Source-Codes ist ein absolutes KO-Kriterieum. Sie können dann dem Hersteller keine Fehler nachweisen, geschweige denn die Software selber reparieren. Sie finden dann auch oft keine freien Entwickler, weil sie und er keinen Zugriff auf den Code haben. Standards sind heute PHP und JSP nicht kompiliert oder verschlüsselt sowie die Datenbanken-Systeme MySQL und MSsql. Wenn Sie eine Lösung in die engere Wahl genommen haben, fragen Sie ruhig bei einem Programmierer an ob er Sie bei dieser Software unterstützen und eventuelle Programmierung vornehmen kann. Sie werden schnell merken, wo die Unterschiede liegen.

4. Offene Schnittstellen und Erweiterbarkeit

Online-Shopping-Lösungen müssen mit vielen anderen Partnern zusammen arbeiten können. Kunden wollen z.B. mit Kreditkarte oder anderen automatisierten ePayment – Lösungen bezahlen können. Dazu haben diese Partner oft Module oder Plugins entwickelt die man in das Shop-System integrieren kann. Wenn solche Module / PlugIns, für die von Ihnen ausgewählte Shopping-Lösung nicht vorhanden sind oder nicht passen, nützt Ihnen die tollste Shopping-Lösung nichts. Fragen Sie ruhig bei führenden Anbietern von ePayment-Lösungen an, ob die gewünschte Software unterstützt wird. Schauen Sie sich im Internet um welche Erweiterungsmodule für die gewünschte Software vorhanden und ob die Auswahl gross ist. Wenn nur ein paar Unternehmen Erweiterungen anbieten, deutet das auf eine Monopolstellung hin, die Ihnen später sehr schaden kann. Auch die saubere Verwendung von Modulen muss in der Software gewährleistet sein. Wenn es Module gibt und diese eingebaut werden können, heisst das noch lange nicht das sie sauber und problemlos funktionieren oder den gegenwärtigen Anforderungen des qualitativ hochwertigen Internets genügen.

5. Modulare Bauweise und Anpassbarkeit

Gute Online-Software ist heute in mehrere Bereiche unterteilt. Achten Sie darauf. Funktion wird von Form getrennt. Der Template-Teil ist der Teil den der User als Layout, also Webseite, zu sehen bekommt. Das Template sollte aus vielen logischen Dateien bestehen, die miteinander kombiniert werden können. Die Templatedateien sollten in einem eigenen Verzeichnis zur Verfügung stehen, welches von der eigentlichen Software getrennt ist. Dort können Webdesigner Ihre Vorstellungen verwirklichen, ohne Programmierkenntnisse zu haben. Die Teile in denen die Funktion des Shops zur Verfügung gestellt wird, werden als Platzhalter in die Templates integriert. Webdesigner sollten nur wissen welche Platzhalter sie wo einsetzen müssen. Nicht mehr. Wenn hier Probleme auftreten entstehen ihnen hohe Kosten, weil sie Programmierer beauftragen müssen um Templates mit der Funktion zu verknüpfen. Weiterhin sollte es einen Editor-Bereich geben der Ihnen und Ihren Mitarbeitern ermöglicht den Shop zu steuern und zu bedienen. Dieser sollte so gestaltet sein, dass sie mit normalen PC-Kenntnissen alles notwendige machen können. Dieser Bereich sollte auch mit Zugriffsrechten zu steuern sein, so dass z.B. Sachbearbeiter nur ihren Bereich bearbeiten können. Ein dritter Bereich ist der für den Administrator, nur er sollte dort Zugriff haben. Alle dieser Bereiche sollten hochwertige Front-Ends also Bedienelemente haben. Sie müssen ja schliesslich täglich damit arbeiten.

6. Zukunftsweisende Standards

Shoplösungen sollten bestimmte Standards erfüllen. Das wären z.B.:  Arikel, Kategorie und Unterkategorie-Verwaltung in beliebiger Tiefe. Artikel-Optionen und / oder Kombinationsverwaltung in beliebiger Ausprägung. Auswahl an mehreren Sprachen und mehreren Währungen für Administrator und Kunden. Absolut einwandfreier W3C konformer Ausgabe-Code mit null Fehlern. Suchmaschinen freundlicher Code – z.B. Text / Code Verhältnis. Steuerung von automatischen Keywords und Meta-Tags. Cross-Selling-System. New-Produkt-System. Empfehlungs-System. FAQ-System. Gutschein-System. Newsletter-System. Einfache Versandartenverwaltung (z.B. für Post oder DHL, UPS) nach unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen (Gewicht, Umsatz, Land, etc.) inkl. Versandkostenverwaltung, Steuerverwaltung, Auftragsverwaltung mit allen Änderungsmöglichkeiten, Kundenverwaltung, Schnittstellen zu Modulen und PlugIns von Drittanbietern. Einwandfreie und leicht lesbare Benutzerdokumentation und Entwicklerdokumentation. Hilfesystem für User und Administrator. Alle diese Punkte sollten über eine Administrationsoberfläche leicht verwalt- und pflegbar sein. Diese Funktionen sollten alle auch erweiterbar sein und so gestaltet, dass sie leicht aktualisiert und / oder durch andere Module ersetzt werden können.

7. Interaktion mit externen Partnern und Softwarepaketen

Daten werden heute in unterschiedlichen Applikationen verwaltet. Deshalb muss der Austausch von Daten mit anderen Systemen leicht und über Standardschnittstellen lösbar sein. Shoppinglösungen müssen z.B. Daten für Suchmaschinen exportieren können. Sie müssen mit Warenwirtschaftssystemen korrespondieren. Sie sollten Daten von Lieferanten importieren können. Dazu müssen die entsprechenden Module oder Möglichkeiten bestehen. Am besten sind Systeme bei denen man einfach weitere PlugIns hinzufügen kann, die den Austausch mit der entsprechenden Lösung ergänzt. In vernünftigen Lösungen sind auch immer Schnittstellen um Artikeldaten zu importieren (z.B. aus Excel), dann entfällt das manuelle Einpflegen von Artikeln zu einem grossen Teil.

8. Grosser Wurf oder einfacher Anfang – das Budget

Wenn Sie mit Onlinehandel beginnen, nehmen sie ruhig eine günstige Lösung und lernen damit. Das geht schnell und ist günstig.  Später können sie leicht auf eine andere Lösung wechseln. Die Entwicklung im Softwaremarkt ist so rasend schnell, dass selbst eine sehr teure Software morgen bereits veraltet sein kann. Deshalb ist es besser auf “offene und kostengünstige” Systeme zu setzen, die man leicht austauschen kann. Grosse Investitionen in eigene Server und Software sollten nur sehr grosse Handelshäuser vornehmen. Diese orientieren sich aber auch nicht an diesem Leitfaden. Achten Sie aber bei der Auswahl darauf, das die Software den Standards entspricht und bei vielen Hosting-Providern laufen kann. Stecken Sie lieber Ihr Geld in Ihr Know-how als in teure Software. Mietlösungen bieten Ihnen oft auch keine Möglichkeit eigen Erfahrungen zu sammeln. Übrigens, die Anzahl der Artikel oder die Anzahl der Kunden die Sie in Ihrem Shop verwalten wollen, sollte kein Kriterium für eine Entscheidung zu einer Software sein. Mit einfachen OpenSource Lösungen können bereits zig tausend Artikel und Kunden verwaltet werden. Erst ab etwa 10’000-20’000 Artikeln mit vielen Besuchern am Tag, sollten sie eine individuelle Beratung von Profis in Anspruch nehmen.

9. Prozesskette

Untersuchen Sie die Prozesskette in der Shop-Lösung ihrer Wahl. Wie kommt der Kunde auf den Shop? Steigt er auch von der Seite ein? Was sieht er dann? Wie wählt er ein Produkt aus? Wie kann er weitere Produkte zum Warenkorb hinzufügen? Wie kann er Artikel wieder löschen? Wie wählt der Kunde die Lieferart, den Versand und wie bezahlt er? Sind diese Schritte logisch aufeinander abgestimmt? In einem Baumdiagramm kann man die Prozessketten eines Online-Shops ordentlich abbilden. Diese Prozesskette hin zum Kauf und der Abwicklung sollten professionell gelöst sein. Viele Shops verlieren Kunden auf dem Weg zum “finalen” Klick. Es ist also wichtig den Hauptprozess, der zum Kauf führen soll, genau zu analysieren. Ist er nicht stringent, so taugt die Shopinglösung nichts. Aber auch Nebenprozesse oder Schleifen könne es in sich haben und zu Kunden- bzw. Auftragsverlust führen. Landet der Kunde z.B. durch einen falschen Klick in einer Sackgasse Ihres Shops, ist er leicht versucht auf eine andere Webseite zu wechseln. Vielleicht ist er sogar verärgert und kommt nie wieder zu Ihnen zurück.

10. Wählen Sie die richtigen Partner

Last but not least – das Leben ist zu kurz um es mit den falschen Leuten zu verbringen. Wenn Sie eine Shopping-Software in die engere Wahl genommen haben, suchen Sie nach Menschen die Ihnen bei der Installation, Anpassung und weiteren Entwicklung helfen. Hier liegt das A und O für den Erfolg mit Ihrem Online-Shop. Wenn Sie keine geeigneten Partner für “ihre” Software finden, lassen Sie die Finger besser davon. Der Hosting-Provider, der Programmierer, der Webdesigner oder der System-Administrator sind die wichtigen Partner für ihren zukünftigen Erfolg. Wenn diese Leute die gewählte Software nicht unterstützen können oder wollen, kommen sie kaum vorwärts. Mit diesen Partnern haben sie aber im täglichen Leben zu tun und deshalb ist deren Zustimmung wichtig. Letztendlich müssen sie die meiste Zeit damit arbeiten.

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