
Aktuell boomen Accounts bei Facebook, Twitter, LinkedIn und Co. Man fragt sich, was haben die Leute eigentlich den ganzen Tag zu tun? Müssen die denn nicht arbeiten. Ah, und schon kommt die Erklärung. Sie arbeiten ja (fast) alle. Die meisten Accounts bei Social Media Systemen werden aus Gründen des Online Marketings erstellt, der Rest aus Spass der bald langweilig wird, wenn es keine besseren Applikationen gibt. Online Marketing deshalb, weil die meisten Einträge oder Accounts mittlerweile von Leuten erstellt werden, die einfach Geld machen wollen.
Ich fand Facebook interessant, weil ich erst glaubte, dort neue nette Leute kennen lernen zu können. Das ist wahr aber auch wieder nicht. Selbst dort geknüpfte Kontakte sind von kurzer Dauer. Genau so schnell wie sie geknüpft werden, so oberflächlich und durchschaubar sind sie. Die meisten neuen Kontakte sind Leute die einem etwas verkaufen wollen oder auf ihre Homepage weiterleiten, was auf dasselbe hinaus läuft. Mag sein, das man den einen oder anderen alten Freund oder Bekannten wieder findet, letztendlich ist es aber jetzt schon eine einzige oberflächliche Kontaktbörse für Kleingewerbetreibende.
Dann fand ich die Applikation “Mafia Wars” auf Facebook und fand die Story und den Trigger witzig. Ich spielte das Spiel, nebenbei, bis die Finger glühten und ich merkte, ohne Geld geht es auch hier nicht weiter. Letztendlich ist das das Geheimnis hinter all den Apps. – Geld verdienen. War ja auch klar. Dann entdeckte ich, dass man toll seine Bilder mit anderen teilen kann, auch dass hatte eine Spitze und erlosch dann rapide. Wenn deine Kontaktanzahl gross ist, dann überblickst du einfach nicht mehr alle Bilder, Kommentare oder “Gefällt mir” – Meldungen. Bei Flikr ist es genau so.
Es gibt ein paar schöne Episoden von “South Park” in denen verdeutlicht wird, dass manche Social Communities regelrecht zu Stress führen und die Menschen unglücklich machen. Es ist bei solchen Sachen immer gleich. Wenn die Masse das begreift, ist es vorbei mit dem System.
Bei twitter bin ich mir sicher, dass nur noch jede 10 oder 20 Meldung ohne einen kommerziellen Hintergedanken gepostet wird. Klar ist auch hier, in Situationen in denen “Realtime” Nachrichten ungefiltert übertragen werden müssen, ist twitter ein wichtiges Tool. Aber wann ist das schon zwingend der Fall? Wenn Krieg ist?
Was ich mit diesem Artikel bezwecken möchte ist, dass seriöse Menschen im Online Marketing ganz bewusst die kritische Seite an Social Marketing, so wie es heute existiert, sehen müssen und in ihre Strategie einfliessen lassen. Wenn in den Systemen keine echte “usability” Einzug findet, werden Facebook und Co. bald erblassen. Und natürlich alle Aufwendungen die Dritte in die Systeme gesteckt haben. Die Erfahrung zeigt, dass Systeme genau so schnell verschwinden wie sie gekommen sind, es sei denn eine echte Usability ist vorhanden. Und die sehe ich bei kaum einem der Systeme.
Interessante Zahlen zu Social Media: http://www.thomashutter.com
Alles zu Twitter
Kein Service ist in kürzester Zeit so schnell bekannt geworden wie Twitter. Buchstäblich über Nacht wurde das System weltweit bekannt. Dazu hat Israel mit seiner Blockadepolitik gegen den Gaza-Streifen erheblich beigetragen. Denn, als vor einiger Zeit (Januar 2009) die Israelischen Soldaten den Gazastreifen verliessen, verhängten sie sogleich eine Blockade gegen diese Region. Nachrichten aus dem Gazastreifen konnten nur schwer nach Aussen gelangen. Twitter war zu der Zeit ein “heisser Draht” in die Welt, denn es konnten unzensierte Nachrichten in Echtzeit von Privat an die weltweite Öffentlichkeit gelangen. Damit hatte Twitter die Aufmerksamkeit der Welt, besonders aber auch bei Journalisten aus aller Welt erreicht.
Twitter ist praktisch im Internet das was SMS auf dem Handy ist. Man kann Nachrichten mit bis zu 140 Zeichen auf einer Webseite von Twitter veröffentlichen. So genannte “Follower” (also Folgende) erhalten diese Nachricht auch auf ihrer Twitterseite. Man kann in Twitter andere Benutzer nach Themen suchen und ihnen “folgen”, dann erscheinen deren Nachrichten immer auch auf der eigenen Seite. Das Ganze funktioniert in Echtzeit, das heisst, wenn eine Nachricht auf Twitter eingegeben wird, erscheint sie auf dem eigenen Chanel und den folgenden Benutzern direkt in der gleichen Sekunde. Dazwischen gibt es keine Redaktion oder Zensur, die diese Nachrichten unterbinden oder verändern kann.
Inzwischen hat sich Twitter aber besonders bei der breiten Masse als beliebtes Nachrichtenmedium ausgebreitet. Es besteht die Möglichkeit öffentliche und geschlossen Gruppen einzurichten. So kann man z.B. eine geschlossene Gruppe für Freunde und die Clique einrichten, in der man Posts veröffentlich, die nur diese Leute sehen sollen. Auch dadurch ist natürlich das Interesse für Online Marketing gewachsen. Dort wo sich eine Masse an Menschen austauscht, kann man natürlich für seine Produkte, Dienstleistungen und Webseite werben.
Rund um Twitter sind deshalb einige interessante Zusatzdienste entstanden, die das Veröffentlichen von “Tweets” (so nennt man die kleinen Nachrichten) erleichtern. So gibt es bereits für Blogs und anderen Content Management Systeme PlugIns die die neusten Beiträge auf Twitter automatisch veröffentlichen, in dem Moment wenn sie gespeichert werden.
Aber nun zu den grundsätzlichen Funktionen.
Um einen Twitter – Account, natürlich kostenlos, einzurichten, geht man auf die Webseite twitter.com – die Sprache stellt sich automatisch anhand der Browsereinstellungen ein. Auf der Seite klickt man auf “jetzt anfangen”. In dem folgenden Formular gibt man seinen vollständigen Namen, den Benutzernamen über den man später twitter aufruft, ein Passwort und eine Email-Adresse an. Ausserdem muss man dort noch die Geschäftsbedingungen akzeptieren, dann kann es schon los gehen. In der Anmeldung kann man angeben, ob andere den Account über die Email-Adresse finden sollen können oder nicht. Natürlich finden dann auch andere Webseiten oder Programme diese Tweets wenn man diese Funktion freischaltet. Für manchen ist das heute aus Sicht des Datenschutz nicht so gut. Aber man kann es ja deaktivieren.
Tweets schreiben
Eigentlich eine einfache Übung, jedoch sollten die 140 Zeichen eingehalten werden. Um lange URLs zu Webseiten mit in die Nachricht unter zu bringen bedient man sich einer der vielen URL-Shortener (z.B. cli.gs/ oder bit.ly). Nachrichten von folgenden Tweeterern kann man “Retweeten” also in seinem Netzwerk weiterleiten. Dazu gibt es bei Twitter einen Button “ReTweet” (Erklärung bei Twitter). Für Retweets gibt es sogar schon eine eigen Webseite http://www.retweet.com/
twimemachine.com – alte Tweets finden
twimemachine.com macht es möglich, dass man seine alten Tweets wieder findet. Das ist sicher für den einen oder anderen ganz wichtig. Denn manchmal tweeted man was und möchte es dann ganz gerne wieder rückgängig machen.
twitwipe.aalaap.com – alle Tweets löschen
Mit twitwipe.aalaap.com kann man alle alten Tweets löschen. Man meldete sich bei twitwipe.aalaap.com mit seinem Tweet-Acount an und kann dann alle seine alten Tweets löschen.
twittervision.com – aktuelle Tweets auf der Weltkarte sehen
beta.twittervision.com zeigt immer das neuste Tweet auf einer Weltkarte an. Lustige Sache. Dort popen-Fenster auf mit den Tweets der Leute.
twitaholic.com - zeigt Dir die Celebrities
twitaholic.com listet Twitteruser mit ihren verschiedenen Daten, wie viele ihnen folgen und wie vielen sie folgen.
twitter.com/badges – bietet Tools für die eigen Webseite
twitter.com/badges ist ein Service von twitter.com mit Tools um Tweets in die eigene oder andere Webseiten einzubauen.
twitter.com/timer – erinnert an die wichtigen Termine
twitter.com/timer ist ein Service von twitter.com mit dem man sich per Tweet an wichtige Termine erinnern lassen kann.
twitter.com/twanslate – übersetzt Deinen Tweet
twitter.com/twanslate – ist ein Service von twitter.com um Deinen Tweet zu übersetzen.
tweetscan.com – ist die Suchmaschine für twitter.com
tweetscan.com – durchsucht twitter.com nach Tweets.
twittermeter.com – twitter analyser
twittermeter.com – mit diesem Tool kann man die Suchbegriffe auf Twitter analysieren.
tweetdeck.com und hootsuite.com bieten Desktoptools für twitter
tweetdeck.com und hootsuite.com bieten die Möglichkeit mehrere Twitter – Acounts zu nutzen und die Tweets seiner Follower besser zu verwalten.
Soziale Netze 2.0 oder was kommt?
Facebook, Twitter, Plaxo und Co. sind die aktuellen Trends im Internet. Im März hatten die Userzahlen von Facebook in den USA, die der Suchseite von Google übertroffen. Das Austauschen von Oberflächlichkeiten ist anscheinend der Mega-Trend im Internet. Noch sind daraus keine “wirklichen” Geschäftsideen entstanden. Also wohin geht die Reise?
Derzeit gibt es eine Diskussion über die Privatsphäre in Facebook. Stowe Boyd glaubt “viele verlassen Facebook” deswegen. Egal was passiert, dann wird es ein Facebook 2.0 geben und die User posten was das Zeug hält. Antrieb ist der einfache Gedankenaustausch, Kontakte halten wollen und der Glaube, dass Google all die Backlinks zählt. Ich wurde kürzlich gefragt, was ich von der Entwicklung halte und wie es wohl weiter gehen wird.
Nimmt man die derzeitige Situation auf, so muss man sagen es gibt zwei Strömungen. Die erste wurde durch das iPad eingeleitet. Die Zukunft der Mobil-Devices. Hier wird es eine Fülle an Apps geben, die mit kleinen Beträgen zu grossem Umsatz führen werden. Die zweite Strömung sind die sozialen Netze wie Facebook und Co. wenn in ihnen erst einmal Geschäftsideen verwirklicht werden, geht dort die Post ab. Dagegen sind die jetzigen Userzahlen wohl lachhaft. In Facebook gibt es zwar schon Apps – bisher sind aber noch keine “killer-apps” dabei. Vielleicht muss es erst ein Facebook 2.0 geben, mit grösserer Spezialisierung, bis das passiert. Eines ist klar: Das wird kommen – und dann gehen diese sozialen Netze ab wie Nachbars Katze, wenn man ihr auf den Schwanz tritt. Kaufen und Verkaufen – davon lebt der Erfolg. Ein eBay auf Twitter, bei dem jeder seinen Senf zum Gebot abgeben darf, oder ähnlich. Ein Amazon – Marketplace in Facebook, bei dem jeder Nachrichten zu Artikel posten darf. Vieles ist denkbar, aber noch nicht da. Es riecht aber förmlich in der Luft danach.
Nachrichten aus Twitter, Facebook und Co. werden in Zukunft in den Suchergebnissen von Google als Spezialergebnis erscheinen. Schade ist nur das bei Twitter anscheinend alle Tweets durchsucht und dargestellt werden, aber bei Facebook z.B. nur die von den grossen und erfolgreichen Seiten und Mitgliedern. Der Klassenkampf lässt grüssen. Was jedoch besonders interessant erscheint ist, dass man natürlich nach lokalen Nachrichten suchen kann und dadurch aktuelle Meldungen direkt vom Ort des Geschehens auf den Bildschirm gezaubert bekommt. Gibt man z. B. “Stau A7″ ein finden sich aktuelle Tweets über die Stausituation auf der A7 am Bildschirm ein.
Vorausgesetzt es gibt genügend mobile Twitterer, die auch brav neue Meldungen posten. Es wird interessant und spannend werden was da noch so alles dann an lokalen News erscheinen wird.
Suchmaschinen-Markt expandiert?
Ohne ein gutes Ranking bei Google geht heute im Internet nichts mehr. Wer bei Google nicht gefunden wird, kann online aber auch immer mehr offline, kaum noch punkten bei seinen Kunden. Während ganze Branchen diese Tatsache noch nicht einmal erkannt haben, geschweige denn, diese Tatsache nutzen, kommen immer mehr schlaue Leute auf Ideen rund um Google-ähnliche Produkte. Letztendlich geht es immer darum dem Kunden den besten Anbieter zu präsentieren und damit Geld zu verdienen. Den Kanal zwischen Anbieter und Käufer gestalten. Weiter lesen »






