Online Marketing Service

Neuromarketing im SEM / SEO – Bereich

8. März 2010
von Gordian Hense

Neuromarketing ist die Verwendung der kognitiven Dissonanz im Marketing.

Kognitive Dissonanz besteht wenn Wahrnehmungen, Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Wünsche oder Absichten zu einem Thema bei einer Person nicht übereinstimmen und dadurch ein unangenehmer Zustand entsteht, den die Person abstellen möchte. Es besteht ein mehr oder minder starker Wunsch diese “Dissonanz” zu beenden. Wenn man im Marketing dafür einen Ausweg schafft, wird die Person bereitwillig zugreifen. Im Grunde schafft man im Neuromarketing eine Situation, in der sich eine Person unfreiwillig befindet, in der sie sich nicht wohl fühlt. Als leichteste Auswege werden Handlungen angeboten die dem Marketing-Ziel-Pfad entsprechen. Die Entscheidungen laufen bei der Zielperson natürlich unterbewusst ab.

Beispiel: Auf einem grossen Platz stehe links viele Menschen und rechts kein einziger. Die meisten Menschen möchten so sein wie alle anderen, deshalb fühlen sie sich unweigerlich unwohl, wenn sie dort stehen wo keiner steht. Also werden sie sich automatisch näher an die Menschen stellen, die auf der linken Seite des Platzes stehen. Also näher bei der Gruppe. Auch wenn sie zuerst, aus welchen Gründen auch immer weiter rechts standen, werden sie sich immer mehr zu den anderen hinzufügen. Neu hinzukommende Menschen werden sich auch eher auf die linke Seite stellen. Dieses Beispiel kann man in Geschäften anwenden um die Menschen an die Verkaufstheke oder besondere Angebote zu bringen.

Das Neuromarketing hat viele verschiedene Ausprägungen und kann in vielfacher Weise angewendet werden. Beispiele: “Sie können es doch besser?”. “Sind sie schlauer als ihr Nachbar?”. “Stärkere Potenz”. Hier werden z.B. mit einfachen Fragen, Zweifel an der eigenen Haltung und dem Können aufgeworfen. Damit diese Ungewissheit oder der Zweifel ausgeräumt wird kann man z.B. einen Link, als Ausweg, zum Anklicken anbieten. Zum Beispiel in dem man unter die Frage schreibt “wir sagen es ihnen”. Womit wir bei SEM /SEO wären.

Auch bei Internet-Anzeigen kann man die kognitiven Dissonanz, die in jedem von uns steckt, verwenden um Besucher anzuregen auf einen Link zu klicken und eine Handlung durchzuführen. Bisher wurde gerade bei Textads verstärkt auf Keywords gesetzt. Mit zunehmender Überfüllung der “mainstream” Kanäle, denken sich schlaue Unternehmen aber immer mehr Methoden aus, die die psychologischen Möglichkeiten – also auch Neuromarketing – stärker auszunutzen. Die Click-Through-Rate kann damit sichtlich erhöht werden. Wenn man es dann noch schafft eine gute Kombination aus Keywords und Neuro-Theaser in einer Anzeige zu vereinen, können die Vorteile beider Welten genutzt werden.

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2 Kommentare zu Artikel “Neuromarketing im SEM / SEO – Bereich”

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