Online Marketing Service

Die besten AdWords und Keyword – Tipps 01

29. Dezember 2009
von Gordian Hense

Google AdWords ist eine immer beliebtere Art für seine Produkte oder Dienstleistungen im Internet zu werben. Google schaltet die Anzeigen, die man selber in AdWords anlegt, je nach den gesuchtem Keyword, die in der Google Suche oder dem Content-Network vorkommen. Die Anzeigen erscheinen dann entweder auf der Suchergebnisseite von Google oder einer Platzierung einer Webseite des Google Werbenetzwerkes (also z.B. von AdSense – Nutzern). Der grosse Vorteil ist, dass man nur für tatsächliche Klicks, die auf eine Anzeige gemacht wurden, bezahlen muss. Google prüft dabei sogar, ob es sich um einen fälschlichen oder betrügerischen Klick gehandelt hat oder nicht. Der Betrag für die “Korrektur der Klickqualität” wird wieder gutgeschrieben.

Der Klickpreis den man bezahlen muss wird genau in dem Moment berechnet, in dem der User auf die Anzeige klickt. Der Preis wird zugunsten des Kunden immer nach unten im Gebotsverfahren mit anderen Anzeigen berechnet. Ähnlich wie bei einer Auktion wird der Preis anhand der Position, des gesuchten Keywords, dem voreingestelltem max. CPC (Cost Per Click) – Preises und einigen anderen Faktoren im Sinne des Kunden optimal berechnet. Man kann also vorher nicht genau sagen was ein Klick wirklich kosten wird. Dennoch spielt sich der Preis immer in einem überschaubaren Rahmen ab. Anders als bei Print-Werbung, bei der der Streuverlust enorm hoch sein kann, kann man bei AdWords Werbung oft auch einen ROI berechnen. Also den Gewinn den man mit der Werbeausgabe erzielt. “Oft” deshalb, weil zur Berechnung eines ROI eine Handlung am Ende der Werbekette stehen muss, die der Kunde bezahlt. Also einen echten Return liefert. Das ist z.B. beim Online-Kauf einer Hose so, oder bei der Buchung eines Hotelzimmers oder einer Reise. Mit den geeigneten Tools z.B. Google Analytics kann man genau feststellen, wie viele Klicks es gebraucht hat, bis ein Kunde das Produkt gekauft hat. Das Werbesystem ist also eines der ersten breit eingesetzten, mit dem man genaue betriebswirtschaftliche Soll-/Ist-Vergleiche mit einer Rentabilität festhalten und vergleichen kann.

Wenn das so einfach ist hätte wohl jeder Erfolg damit. Naturgemäss ist es so, dass man eine Menge Know-How benötigt um 100 Prozent Leistung mit AdWords erreicht. Der Vorteil ist aber, schon mit einem mittleren Know-How kann man 80 bis 90 % Leistung erreichen. Ich beschäftige mich bei der Betreuung meiner Kunden mit den 100 Prozent. Wer meine Leistung nicht in Anspruch nehmen will, dem möchte ich aber trotzdem helfen, damit er das System “gut” nutzen kann. Deshalb hier meine “ultimativen” AdWords und Keywords – Tipps.

1. Je besser Keywords im Anzeigentext der Google Anzeigen, Keywords die Anzeigenschaltungen auslösen und Keywords die dann in der Landingpage vorkommen übereinstimmen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit das die Anzeige an einer höheren Position und bei der entsprechenden Suchabfrage im Google Suchmaschinennetzwerk gezeigt und angeklickt wird. Passen Sie Ihre Anzeigen und Keywords auf die Texte in Ihrer Landingpage optimal an. Diese Übereinstimmung ist wichtiger als eine hohe Position.

2. Laut Google Studien werden bis zu 80 % “neue” Kombinationen aus Keywords und “neue” Keywords gesucht. Das heisst also, Begriffe und Kombinationen die vorher so oder nicht in der Kombination gesucht wurden, werden auf einmal so gesucht. Das bedeutet, dass Sie Ihre Keywords, Anzeigentexte und Webseitentexte möglichst ständig anpassen. Das ist schwierig aber nicht unmöglich. Auch wenn Sie einen Online-Shop haben und die Produktbeschreibungen nicht ständig ändern wollen, können Sie zusätzlich einen Blog oder eine Content-Seite erstellen in dem Sie immer über die neusten Trends berichten und damit auch die neusten Keywords und Kombinationen daraus verwenden. Ihre AdWords Anzeigen und Keywords sollten Sie sowieso regelmässig ändern und anpassen.

3. Mit zunehmender Erfahrung der Internetnutzer wird immer häufiger nach Keyword – Kombinationen bis hin zu ganzen Fragesätzen gesucht. “Wie baue ich ein Haus” ist eine typische Frage die so bei Google eingegeben wird. Diesen String (Wortkombination) nennt man im Fachjargon auch “Long Tail” (langer Schwanz an Keywords). Das Gegenteil ist der “Short Head”, also ein einzelnes Keyword wie “Auto”. Der wesentliche unterschied ist, dass für den “Long Tail” viel weniger an Klickpreis bezahlt werden muss, als für ein “Short Head” – Keyword. Suchen Sie also nach “Long Tail” – Keyword – Kombinationen die mit Ihrem Anzeigentext und Text in der Webseite vorkommen – und verwenden Sie diese. Das ist billiger und die Wahrscheinlichkeit das ein wirklicher Interessent auf Ihre Seite kommt so grösser.

4. Lassen Sie sich nicht durch Betriebsblindheit bei der Suche nach Keywords blenden. Jemand der sich für Skier interessiert wird sicher auch Skikleidung benötigen, eine Sonnenbrille, Sonnenkrem, ein Hotel, eine Zugfahrt, vielleicht sogar einen Flug. Wenn nötig machen Sie mit Ihren Freunden am Stammtisch ein kleines Brainstorming – Spiel und notieren sich die möglichen und scheinbar unmöglichen Begriffe und Kombinationen daraus. Sie werden erstaunt sein, auf welche Zusammenhänge ihre Freunde oder Verwandten kommen können. Wiederholen Sie diese Spiele mit anderen regelmässig.

5. Es ist eine Binsenweisheit, dass die erste Position einer Suchergebnisseite die besten Klickraten bzw. den grössten Erfolg ergibt. Egal ob diese Position durch Suchmaschinen-Optimierung erreicht wurde oder als AdWords Anzeige. Überlassen Sie es der Konkurrenz die höchsten Preise zu zahlen, es ist wichtig möglichst auf der ersten Seite, möglichst auf der zweiten oder dritten Position zu landen, aber nicht auf der ersten. Dort zahlen Sie aber rund 30 % mehr für einen Klick.

6. Kaufen Sie ROI und nicht eine Position. Viele Agenturen versprechen Ihnen eine hohe Position auf einer Suchergebnisseite. Was bringt Ihnen das? “Imagewerbung” oder einen “ROI”. Letzteres kann es nicht sein, denn dort zahlen Sie den höchsten Preis – den sie meist nicht kalkulieren können. Imagewerbung können Sie aber über Bannerschaltung und Affiliates viel billiger bekommen als über ein Performance – Netzwerk. Es ist also Blödsinn bei AdWords zu versuchen mit einer Anzeige auf der höchsten Position zu landen. Hier können Sie bei Agenturen klar Spreu von Weizen trennen. Wir wollen, dass unsere Kunden einen hohen ROI erwirtschaften, denn nur dann können wir sie lange betreuen. Das müsste eigentlich jedem einleuchten.

7. Verwenden Sie “ausschliessende” Keywords. Lassen Sie sich vom AdWords – System einen wöchentlichen Bericht über die Suchanfragen zusenden in dem Sie sehen können, welche Suchbegriffe zum Aufruf Ihrer Anzeigen geführt haben. Sie werden schnell feststellen, das Anzeigen bei Keywords angezeigt wurden die nichts mit Ihren Interessen zu tun haben und mit Sicherheit zu keinem Kauf führen. Schlissen Sie die Keywords in AdWords aus, die zu solchen Aufrufen Ihrer Anzeigen führen.

8. Setzen Sie das “Keyword-Platzhalter” Tool ein. AdWords bietet bei der Gestaltung der Anzeigen einen Platzhalter für Keywords an. Dieses System ermöglicht Ihnen Anzeigen so zu gestallten, so das das gesuchte Keyword im Anzeigentext erscheint. Gleichzeitig wird dieses Keyword fett dargestellt, da es das gesuchte ist. Es ist erwiesen, dass User auf Anzeige mit dem gesuchten Keyword im Text, welches auch noch fett ist, häufiger klicken als auf Anzeigen ohne das gesuchte Keyword im Text.

9. AdWords Anzeigen werden per Voreinstellung auch im Content-Netzwerk über Google AdSense gezeigt. Google ordnet dabei automatisch Webseiten mit ähnlichen Inhalten ihren Anzeigen und Keywords zu. Die Platzierung und der Erfolg solcher Anzeigenschaltungen sind oft mässig, gleichzeitig verbrauchen sie aber Platzierungsfläche. Schalten Sie also Webseiten im Content-Werbenetzwerk ab, wenn Sie bemerken, dass sie keine Leistung bringen. Stellen Sie dazu den Berichtszeitraum auf ein grösst mögliches Mass ein, damit sie auf eine möglichst grosse Historie zurück greifen können. Es kann ja sein, dass bestimmte Webseiten einen saisonalen Erfolg bieten und diese sollten Sie natürlich nicht löschen.

10. Gliedern Sie Ihre AdWords – Anzeigen in Kampagnen und Anzeigengruppen. Das erleichtert Ihnen die richtige Zuordnung und Kontrolle des Erfolges und macht die Arbeit übersichtlicher. Strukturieren Sie aber die Kampagnen und Anzeigengruppen in Hinsicht auf den Geschäftsprozess und nicht nach anderer Logik. Ein Geschäftsprozess ist z.B. “Kunde hat Wunsch nach Skifahren -> Kunde sucht nach “Skifahren” in Google -> Kunde klickt auf eine AdWords – Anzeige zum Thema Skifahren -> Kunde landet auf der Webseite zum Thema Skifahren -> Kunde findet eine Produkt zum Thema Skifahren “14 Tage Scuol” -> Kunde klickt auf dieses Produkt und findet eine Pauschalreise und eine Individualreise. Danach gebe es eine Kampagne “Skireisen” mit der Anzeigengruppe “Scuol Pauschal” und “Scuol Individual”.

In der nächsten Ausgabe werden wir weitere interessante Themen zu erfolgreichen Tipps rund um Google AdWords und Keywords geben. Sicher werden Sie sich fragen, warum wir unsere Tipps einfach so im Internet veröffentlichen. Gerne geben wir dazu Auskunft. Kleine Unternehmen, die oftmals kein Budget für unsere Arbeit haben, sollen dennoch in die Lage versetzt werden AdWords professionell zu nutzen. Wenn Sie wachsen und nicht mehr alles selber erledigen können, werden sie gerne auf unsere Hilfe zurückgreifen. Grosse Unternehmen vergeben diese Arbeiten lieber an externe Partner, da sie eine interne Abteilung nie so aktuell halten können, wie es ein externer Partner immer sein wird. Ausserdem können wir so unsere Kompetenz zeigen. Und ganz zum Schluss ist ja klar, dass es immer noch ein riesiges Gebiet an Vorgehensweisen und Wissen gibt, welches wir natürlich nur gegen Bezahlung zur Verfügung stellen. Das ist ja auch der Sinn der Sache.

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