
Suchmaschinen-Markt expandiert?
Ohne ein gutes Ranking bei Google geht heute im Internet nichts mehr. Wer bei Google nicht gefunden wird, kann online aber auch immer mehr offline, kaum noch punkten bei seinen Kunden. Während ganze Branchen diese Tatsache noch nicht einmal erkannt haben, geschweige denn, diese Tatsache nutzen, kommen immer mehr schlaue Leute auf Ideen rund um Google-ähnliche Produkte. Letztendlich geht es immer darum dem Kunden den besten Anbieter zu präsentieren und damit Geld zu verdienen. Den Kanal zwischen Anbieter und Käufer gestalten.
Grosse Aufmerksamkeit haben in letzter Zeit immer mehr “Soziale” Netzwerke (Facebook, Xing, InLink, Plaxo etc.). Hier werden Verknüpfungen zwischen Menschen hergestellt, die sich gegeneinander vertrauen. Und was dem einen lieb und recht ist kann dem anderen auch nicht schaden.
Also haben Empfehlungen oder Links vom einen zum anderen einen hohen Stellenwert. So ähnlich wie Google sagt “die Verlinkung unter Webseiten ist ein Gradmesser der Wichtigkeit”, sagen soziale Netzwerke, “ich kann der Empfehlung meines Kontaktes trauen”.
Soziale Netze bieten aber darüber hinaus ein grösseres Vertrauen, denn jeder weiss dort ja, von wem er eine Empfehlung erhält. Bei Google ist die Empfehlung ja eher dubios, keiner weiss so richtig was hinter den Algorithmen steckt und welche Webseite einen fördert oder bestraft.
Bei Google muss ich ein grosses Stück dem “Big Brother is watching you” blind vertrauen, bei sozialen Netzwerken sind die Verbindungen real erkennbar. Ein grosses Plus für die Zukunft dieser Systeme.
Neben den sozialen Netzwerken, die auf lang anhaltende Verbindungen mit hohem Vertrauen setzen, entwickeln sich nun immer mehr sehr schnell funktionierende Systeme bei denen man kurze Informationen an jedermann austauscht. Zum Beispiel twitter.com. Bei twitter.com kann jeder einen Channel (Kanal) aufmachen und seine Nachrichten bis zu einer Länge von 144 Zeichen über das Internet senden. Ähnlich wie eine SMS auf dem Handy. In den Text kann er auch Links zu Webseiten einbinden, deren URL verkürzt wird, damit auch noch Platz für einen Text bleibt. Man kann Channels folgen, dann erhält man die Nachrichten des anderen oder es wird einem gefolgt, dann erhält der Folgende die eigenen Nachrichten. Es gibt Channels mit bereits tausenden von Folgenden und Updates. Updates sind die kleinen Nachrichten. twitter.com sorgt z.B. bei der Nachrichtensperre im Krieg gegen den Gaza-Streifen 2007/2008 für grosse Bekanntheit. Ärzte gaben über twitter.com den minütlichen Stand der wahren Situation über Verletzte und Zerstörungen an die Aussenwelt weiter. Selbst die besten Medien-Unternehmen konnten dem nicht mehr folgen, die Informationen gingen an ihnen vorbei, direkt zu den Empfängern. Was das für kommerzielle Produkte bedeutet kann man sich vorstellen.
Eine weitere Stufe der Entwicklung liegt in “special” Suchmaschinen. Zum Beispiel Suchmaschinen die die Pixel eines Bildes mit einem anderen Bild vergleichen und daraus Ergebnisse gewinnen können. Eine Entwicklung ist da z.B. Kooaba. Eine Suchmaschine, die Bilder die mit einer Kamera geschossen wurden, mit seinem Inventar vergleicht. Liegt das Bild “vergleichbar” in der Datenbank vor, können Informationen dazu geladen werden. Besonders interessant und entwickelt ist das z.B. für das iPhone. Hier zeigt sich, dass Apple durch den weit verbreiteten iTunes Store und die freizügige Möglichkeit Applikationen darüber zu distribuieren, einen grossen Hit gelandet hat. Kooaba bietet über den iTunes Store eine iPhone Applikation an, mit der man über das Internet, gerade geschossene Fotos, mit der Kooaba – Datenbank vergleichen kann. Dazu werden dann gespeicherte Daten angezeigt. Fotografiert man nun ein Plakat eines Filmes, kann man die Informationen zu dem Film damit abrufen. Ein grosser Vorteil wenn man gerade in Eile ist oder nichts zum schreiben dabei hat. Natürlich kann man nur die Daten, die in der Datenbank hinterlegt sind abrufen und sich auch sicher leicht vorstellen, welche Informationen noch an diese Datei gebunden sein können. Das nächste Kino z.B. das den Film zeigt. Ein DVD-Verleih / Verkauf oder das Buch zum Film. Für die Benutzer ist das System kostenlos. Werbetreibende müssen sich an kooaba.com wenden. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass sich immer die Entwicklungen die mit Einnahmen verbunden sind, sehr gut entwickeln werden.
Weitere Beispiele sind Suchmaschinen für bestimmte Nutzergruppen. So z.B. Cranky, eine Suchmaschine für die Generatio der “BOOMER’S”. Dort werden die Ergebnisse nach dem Ranking der User definiert. Oder BlogPulse, einer Suchmaschine für Blogs mit Informationen zum Markt. Natürlich darf auch Cuil.com nicht fehlen, an der eigentlich nichts Besonderes ist, aber angekündigt hatte, Google Konkurrenz machen zu wollen.
Eine sehr gute und nützliche Entwicklung, finde ich persönlich, ist die Suchmaschine “eyePlorer“. Sie bietet in einem Radar-Feld zusätzliche oder naheliegende Begriffe zu einem Suchbegriff an. Sie hilft also kreative Arbeit zu leisten, denn gerade der Hinweis auf Zusammenhänge schafft neue Gedanken. Jeder gefundene Begriff bietet wieder eine weitere Information über den Ursprungssuchbegriff. Je näher die Begriffe im Radarnetz am Ursprungssuchbegriff liegen, desto näher ist auch der Bezug.
Man kann erkennen, in welche Richtung sich die Suchmaschinen bzw. Kanäle zum Kunden entwickeln. Mir würde ja so etwas wie eine Kombination von twitter, eyeplorer aber für Ton und Bild stark gefallen. Ob das wohl geht?





























