
Warum Communities Marken zerstören können !
Viele Online – Marketing Professionals werben damit über das Internet “Word-of-Mouth” Kampagnen zu führen, Communities oder Blogs aufzubauen um dort dann mit dieser Methode – des Weitersagens – den Bekanntheitsgrad von Firmen, Produkten oder Dienstleistungen zu fördern. Und dieses nur aus einem einzigen Grund, sie wollen mit der Herstellung und Vermarktung dieser Systeme Geld aus den Unternehmen ziehen.
Viele wissen aber nicht, dass diese Methode im schlimmsten Fall eine Marke stark beschädigen oder sogar zerstören kann. Beweis dafür ist schon alleine die Tatsache, dass keines der grossen, marketingführenden Unternehmen solche Methoden anwendet. Wenn überhaupt dann auf Produktebene und nicht offen als Community sondern eher als Blog in dem ein Moderator vorgibt in welche Richtung die Sache geht.
Das sogenannte virale Marketing, was in Communities und Blogs nach der Meinung dieser Experten angewendet werden soll, kann genau so zu einem Disaster führen wie zu einem Erfolg. Die Chancen stehen 50/50 und sind nicht beherrschbar.
In der einfachsten Form fühlt sich ein Community – Mitglied bedrängt und empfindet das schnell als lässtig, wenn er merkt, dass die Kommunikation die er führt auf virales Marketing zurück zu führen ist. Er nimmt es mit Sicherheit der Kampagne führenden Firma und den Managern des Produktes übel nicht der Community. Meist verlässt er/sie die Community und hat von nun an eine negative Assoziation gegenüber dem Produkt oder Hersteller.
Das Provozieren mit Gefühlen und politischen Einstellungen hat schon in Werbekampagnen zu negativen Verhalten geführt (Benetton, Panasonic). Was für Auswirkungen wird es wohl unkontrolliert in einer Community oder einem Blog haben. Sie können ja nicht ständig kontrollieren was andere schreiben.
Ein weiterer Punkt. Communities sind meist in sich geschlossene Gruppen. Sie wachsen an, stehen still und dünnen aus. Das ist der normale Verlauf. Das Wachstum geschieht meist schnell, die Ernüchterung dauert lange und der Niedergang ist siechend. Je nach dem zu welcher Phase ein neues Mitglied Beitritt erfährt er automatisch Ablehnung, wenig Akzeptanz oder sogar Ausschluss. Es sei denn er fügt sich der Gruppenhierarschie und Meinung. Kontroversen Meinungen wird da kaum Platz gelassen – das heisst auch Neuheiten nicht. Die Gruppe bleibt auf dem Informationsstand den sie hat und lehnt Änderungen ab. Das ist eine Entwicklung die im Internet und in der normalen Gesellschaft zu beobachten ist. Das heisst eine Marke kann dort nur bis zu einem endlichen Punkt verbreitet und ihr Ansehen gefördert werden. Viele Community – Mitglieder die abgelehnt werden beziehen ihren Frust aber dann auf die Marke oder den Hersteller. Es entsteht mehr Schaden als Vorteile. Welches Unternehmen möchte schon selber seine Absatzkanäle einschränken. Die Verbraucher sind nicht so dumm diese Zusammenhänge nicht zu sehen.
Firmen die in das Image ihres Produktes oder Marke sowie Unternehmen langfristig investiert haben sollte auf keinen Fall unüberlegt in Communities oder Blogs auf “Word-of-Mouth” setzen. Es gibt noch weit mehr Gründe, als die von mir hier genannten, davon Abstand zu nehmen.



